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Brandschutz.
Massive Baustoffe haben große Vorteile im Brandfall: Sie
sind unbrennbar, entwickeln weder Rauch noch giftige Dämpfe und verzögern
darüber hinaus auch die Brandausbreitung in benachbarte Räume
und Gebäude.
Untersuchungen am ehemaligen Institut für Baustoffl ehre, Bauphysik
und Brandschutzder TU Wien haben ergeben, dass das Brandrisiko im Wohnbau
entscheidend von der Bauweise der betroffenen Gebäude abhängt.
Massive Bauten sind gegen Fehler in der Bauausführung und bei Installationen
weitgehend unempfi ndlich, das heißt, die Konstruktion ist ohne
besondere Maßnahmen brandsicher herstellbar. Dieser Faktor verdient
besondere Beachtung, denn durch den vielfältigen Einsatz neuer Technologien
in Privathaushalten werden immer mehr Leitungen verlegt.
Ausschlaggebend für die Sicherheit ist vor allem die Tragfähigkeit
aller Wände, Stützen, Decken und anderer Bauteile. Im Falle
eines Brandes bleibt die Standfestigkeit eines massiven Gebäudes
erhalten. Das bringt nicht nur Vorteile bei der Brandbekämpfung,
massive Häuser sind nach einem Brand auch leichter zu sanieren.
Das Brandrisiko im Wohnbau hängt entscheidend von der Bauweise
ab. |
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Schallschutz |
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Lärm ist eine der am stärksten spürbaren
Umweltbelastungen. Neben der Wahl der richtigen schalldämmenden Baustoffe
kommt es auch auf die fachgerechte Verarbeitung und die Einhaltung der
Regeln für einen effektiven Schallschutz an. Grundsätzlich kann
gesagt werden, dass der Schallschutz eines Baustoffes mit dessen Raumgewicht
zunimmt.
Lärm im Wohnbereich kann entweder von außerhalb des Gebäudes
kommen oder innerhalb des Gebäudes entstehen. Der Lärmschutz
im Freien erfolgt vor allem durch Lärmschutzelemente, zumeist an
Verkehrswegen („Lärmschutzwände“ an Autobahnen usw.).
Für den Schutz des Inneren eines Gebäudes muss beim Bau des
Gebäudes selbst Sorge getragen werden.
Entstehung und Ausbreitung von Schall:
In einer Geräuschquelle werden Schwingungen erzeugt, die sich in
den umgebenden Medien (z.B. Luft, Wasser oder feste Stoffe) ausbreiten.
Wenn die Wellen dann wieder auf eine Membran treffen, z.B. auf unser Ohr,
dann wird diese wieder als Geräusch wahrgenommen. Je dichter das
Medium, in dem sich der Schall ausbreitet ist, desto stärker werden
die Schwingungen absorbiert, andrerseits breiten sie sich auch schneller
aus. Schwimmer in offenen Gewässern kennen das Phänomen, wenn
ein Motorboot in der Nähe fährt: Über Wasser hört
man das Boot in der Nähe lauter und wenn es weiter weg ist leiser,
aber man hört es noch in ziemlich weiter Entfernung. Unter Wasser,
im dichteren Medium hört man das Boot lauter, es scheint viel näher
zu sein. Wenn es sich aber entfernt, dann hört man früher als
in der Luft nicht mehr. Das dichtere Medium Wasser leitet die Schallwellen
zwar schneller, absorbiert sie aber früher.
Schallmessung und Empfindung:
Gemessen wird der Lärm in Dezibel (dB). Ein Sprung um 10 dB vermittelt
den Eindruck, dass sich die Lautstärke verdoppelt hat, eine Änderung
um 1 dB ist hingegen kaum hörbar. Das Geräuschempfinden hängt
aber auch vom Grundgeräuschpegel, jener Geräuschkulisse, die
uns Tag und Nacht umgibt, ab. Geräuschen, die um 10 dB über
diesem Grundgeräuschpegel liegen, gelten als unangenehm. Bzw. unzumutbar.
Die Schmerzgrenze ist bei 120 dB erreicht.
Bei der Planung von bewohnten Gebäuden muss auf diese Gegebenheiten
Rücksicht genommen werden. Schlaf und Wohnräume werden im Normalfall
so geplant, dass sie in dem, dem Lärmerreger abgewandten Teil des
Hauses liegen. Dazu kommt noch der bauliche Lärmschutz gegen Schallübertragung
von außen und innerhalb des Gebäudes.
Masse des Bauteiles ist wesentlicher Schalldämmfaktor:
Das Diagramm zeigt sehr deutlich, dass die Schalldämmung mit der
flächenbezogenen Masse deutlich zunimmt, schwerere Stoffe dämmen
also wesentlich besser.
Normen bringen Sicherheit im Schallschutz
Die Empfehlungen in der ÖNORM B 8115-2 bringen bei der Bemessung
des Schallschutzes weitgehende Sicherheit der Planung, vor allem auch
in Hinblick auf zunehmend Europäisch beeinflusste Richtlinien der
Bauordnung. Der Nachweis eines entsprechenden Schallschutzes fällt
in die Kompetenz von einschlägig berechtigten Ziviltechnikern oder
Sachverständigen wie Baumeistern.
Hinweise für den Schallschutz aus der
Praxis von Experten:
Lärmschutz im Bau
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Massive Baustoffe für tragende Bauteile
Massive Baustoffe haben große Masse und haben daher beste Voraussetzungen
für optimalen Schallschutz. |
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Schwere Bauteile dämpfen Schallschwingungen
Schwere Bauteile verbrauchen für die Weiterleitung von Schall
viel Energie und dämpfen daher die Übertragung sehr gut.
Allerdings leiten sie den Schall sehr schnell weiter, die Schallquelle
erscheint daher näher (Beispiel: Bootsgeräusche beim Tauchen
oder Schwimmen mit Kopf unter Wasser) |
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Leichtere Bauteile schalltechnisch von tragenden Teilen
trennen.
Leichte Bauteile sollten erst gar nicht erst von Körperschallschwingungen
erreicht werden. Sie würden diese sehr gut weitergeben. Abhilfe
gegen die „ungebremste“ Weiterleitung bringen mehrschalige
Bauweisen in entsprechenden Konstruktionen. |
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Öffnungen (auch kleinste) vermeiden
Luftschall wird durch jede – und sei sie auch noch so kleine
– Öffnung übertragen. Sie kennen sicher das Experiment,
wie man mit Trichtern und einem Gartenschlauch Sprache übertragen
kann? |
Planungs- und Herstellungsgrundsätze:
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Kompakte, möglichst große Einheiten zusammenfassen
- Mehrfamilienhaus |
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Konsequente konstruktive Trennung von Bauteilen –
Reihenhaus getrennt durch Doppelwand |
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Kraftschlüssige Ausbildung von Knoten und Kreuzungspunkten
Schwingungsenergie kann gut an angrenzende, ebenfass massive, schwere,
gut Schall schluckende Teile verteilt werden |
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Möglichst biegesteife Gestaltung von tragenden
Bauteilen
Die Bauteile sind dadurch och schwerer in Schwingung zu versetzen |
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Vermeidung der Anregung großer Wand oder Deckenflächen
Über oder unter Wand soll wieder Wand stehen! |
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Vermeidung direkter Schallanregung von Massiven Bauteilen
Schallquellen (z.B. Lautsprecher) schwingungstechnisch von Bauteil
trennen, dadurch keine Übertragung von Körperschall auf
den Bauteil |
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Schalltechnische Trennung von Bauteilen optimieren
Dämmplatten, elastische Unterlagen, dauerelastische Fugend oder
entsprechende Montagehilfen trennen unvermeidlich mit Schall angeregte
Bauteile (z.B. Estrich, Stiegenlauf, Fliesen) von den massiven Bauteilen |
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Schalltechnische Optimierung des Haustechnikbereiches
Einsatz schalltechnisch richtiger Materialien auch im Bereich der
Haustechnik beachten! |
Schallschutz schon im Bauvertrag berücksichtigen
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Schallschutz ist in allen Bauordnungen und in vielen
Förderrichtlinien geregelt |
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Die einschlägige ÖNORM ist die ÖNORM
B 8115 Teil 1 bis 4 |
Zusammenfassung des Praktikers:
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Wirksamer Schallschutz ist im Massivbau vergleichsweise
leicht zu erzielen |
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Wenige Grundregeln sichern wirksamen Schallschutz im
Massivbau |
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In allen Bauphasen (von der Planung bis zum Ausbau)
können diese Grundregeln beachtet werden und den Schallschutz
sichern |
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Die Sicherstellung des Schallschutzes ist in keiner
anderen Bauweise so leicht möglich, wie im Massivbau |
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Speichermasse |
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Sommerlicher Wärmeschutz
In Österreich gibt es seit 1989 eine Norm, nach der die Vermeidung
der sommerlichen Überwärmung nachgewiesen werden kann. Dabei wird
die thermische Trägheit eines Raumes – vorzüglich des ungünstigsten
Raumes – berechnet und dann in Abhängigkeit von Lüftungsmöglichkeiten
und Immissionsflächen mit Anforderungen verglichen. Diese Anforderungen
basieren auf einem ausgewählten Sommerklima, das für Österreich
ein statistisches Maximum darstellt, und der Annahme, dass Menschen grundsätzlich
an Wohlbefinden verlieren, wenn die Lufttemperatur über 27°C ansteigt.
Allerdings setzt die Norm auch voraus, dass jedenfalls Lüftung auch
zu einem Zeitpunkt stattfindet, wo dies überhaupt sinnvoll ist –
also in den kühleren Nachstunden -, und dass allenfalls innerhalb des
Nachweises verwendete Abschattungseinrichtungen auch während der Immissionszeit
in Verwendung kommen.
Für einen rechnerischen Nachweis ist der ungünstigste Raum aus
der Sicht der sommerlichen Überwärmung zu suchen. Es ist dies
naturgemäß einer jener Räume, der eine große Immissionsfläche
besitzt und im Verhältnis dazu wenig Speichermasse aufweist. Bei der
Berechnung des Heizwärmebedarfes von Gebäuden können auch
Gewinne in Rechnung gestellt werden. Gewinne infolge solarer Strahlung fallen
jedoch nicht immer dann an, wein sie aus energetischer Sicht erwünscht
sind. Auf Grund der thermischen Trägheit von massigen Bauteilen im
Gebäude stellt sich eine Verschiebung des Temperaturverlaufes der Raumluft
gegenüber der Außenluft ein. Ist im Winter eine Speicherung allenfalls
stattgefundener solarer Immission wünschenswert, so gilt für den
Sommer ein umgekehrtes Bild. Dann sollen die Bauteilmassen über die
Nachtstunden auskühlen, um auf darauffolgenden Tag wieder als Speichermasse
gegen die Raumlufterwärmung zufolge solarer Einstrahlung zu wirken.
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Wärmespeicherung Wärmespeicherung
darf nicht mit Wärmedämmung verwechselt werden. Während
die Wärmedämmung mit zunehmendem Raumgewicht abnimmt, nimmt
die Wärmespeicherung zu. Eine gute Wärmespeicherung bewirkt:
• langsames Aufheizen der Räume
• langsames Auskühlung bei Heizungsunterbrechung
• geringe Temperaturschwankungen im Raum
• verzögerte Wärmeabgabe bei Sonnenbestrahlung von außen
Die hohe Wärmespeicherung ist überall dort erstrebenswert, wo
Räume dauernd beheizt werden, besonders wirksam aber auch bei Sonneneinstrahlung
im Sommer. Das langsame Aufheizen bewirkt, dass sich die Räume während
des Sommertages nicht voll erwärmen und in der Nacht durch die Wärmeausgabe
der Wände nicht voll auskühlen. Gerade in Dachgeschoßen
wäre eine gute Speicherfähigkeit wichtig und kann dort wegen
der aus statischen Gründen oft eingeschränkten Ausbaulasten
nicht immer erreicht werden. Eine geringe Speicherfähigkeit ist hingegen
bei allen Räumen erwünscht, die nur eine kurze Benutzungsdauer
aufweisen und rasch aufgeheizt werden sollen.
Bauteile, die sich in einer Umgebung mit höherer Temperatur befinden,
haben das Bestreben, Wärme aus der sie umgebenden Luft aufzunehmen.
Wird während dieses Vorgangs der Luft keine Wärme zugeführt,
so kühlt sie wegen der Wärmeabgabe an den Bauteil ab. Wird die
Luft erwärmt, so verringert die Wärmespeicherung die Aufheizung
bzw. verlangsamt sie.
Die in den Bauteil eindringende Wärme wird im Bauteil so lange gespeichert,
wie die Umgebungstemperatur größer als die Bauteiltemperatur
ist. Die speicherbare bzw. gespeicherte Wärmemenge ist dabei abhängig
vom WÄRMESPEICHERWERT der Konstruktion und der Temperaturdifferenz
zwischen Bauteil- und Lufttemperatur. Werden zwischen der Wärme abgebenden
Luft und der Wärme speichernden Bauteilschicht Wärmedämmschichten
angeordnet, so verringert sich die Wärmspeicherfähigkeit dadurch,
dass nur noch die geringere Temperaturdifferenz zwischen Dämmschicht
und Wärmespeicherschicht wirksam wird. Bei diesen Bauteilen verändert
sich als die Wärmespeicherfähigkeit je nach Richtung des Wärmestromes.
Es ergibt sich dadurch eine unterschiedliche innere und äußere
Wärmespeicherfähigkeit. |
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Abbildung 010.4-01: Wärmeaufnahme und –abgabe (schematisch) |
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Abbildung 010.4-02: Wärmeträgheit [25]
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Bisher nicht erwähnt und bewertet wurde die Frage, wie
schnell die Speicherfähigkeit eines Bauteils erschöpft ist. Es
leuchtet ein, dass eine optimale Raumklimabeeinflussung nur dann stattfindet,
wenn die beschriebene Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe im Gegentakt
zur Aufheizung/Auskühlung, also zum Beispiel im Tag-Nacht-Rhythmus,
erfolgt. |
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Abbildung 010.4-03: Temperaturamplitudendämpfung und Phasenverschiebung
[25]
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Neben der Wärmespeicherfähigkeit des Bauteils ist
daher dessen WÄRMEBEHARRUNGSVERMÖGEN oder WÄRMETRÄGHEIT
von Belang. Diese Eigenschaft gibt Aufschluss darüber, wie schnell
die Wärme in den Bauteil eindringen kann. Sie ist also abhängig
von der WÄRMEEINDRINGZAHL. Dieses steigt sowohl mit wachsender Wärmeleitzahl
als auch mit der Dichte des Materials. Berührt man z.B. eine Stahlplatte
und einen Wärmedämmstoff mit der bloßen Hand, dann ist die
empfundene Temperatur der Stahlplatte viel niedriger als die des Wärmedämmstoffes,
auch wenn beide Gegenstände die gleiche Temperatur der Stahlplatte
viel niedriger als die des Wärmedämmstoffes, auch wenn beide Gegenstände
die gleiche Temperatur aufweisen. Besonders Wärmedämmstoffe und
andere Materialien mit einer kleinen Wärmeleitfähigkeit zeichnen
sich durch eine geringe Wärmeindringzahl aus. Speicherwirksame
Masse – vereinfachte Berechnung
Grundsätzlich ist es relativ einfach, die thermische Trägheit
von Bauteilen zu berechnen. Es bedarf nur der Lösung der instationären
Wärmeleitungsgleichung für eine gewisse Periode im eingeschwungenen
Zustand. Basierend auf Europäischen Normen geschieht dies in der ÖNORM
EN ISO 13786 [135] unter Miteinbeziehung der Übergangswiderstände
als Speicherkapazität von Bauteilen.
Die spezifische Wärmekapazität ist eine der wenigen Stoffparameter,
für die noch keine Normprüfung besteht, obwohl eine Fülle
von Literaturwerten vorhanden ist. In [71] ist ein einfaches Verfahren ausgearbeitet
worden. Der zeitliche Temperaturverlauf (t)
in einem Material, welches bei der Temperatur a
konditioniert wurde und in ein Wärmebad b
getaucht wird, lässt sich dann Formel (010.4-01) ausdrücken, wobei
die Wärmeleitfähigkeit,
die Rohdichte und c die spezifische Wärmekapazität ist. Misst
man diesen Temperaturverlauf, kann durch Iteration die Unbekannte spezifische
Wärmekapazität ermittelt werden. |
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In den Bildern 010.2-35 bis 37 des Farbteiles in Kop. 010.2
sind der Eintauchvorgang und die Temperaturentwicklung in idealisierten
Materialprismen mit verschiedenen spezifischen Wärmekapazitäten
und gleichen Rohdichten undm Wärmeleitfähigkeiten abgebildet.
Die ÖNORM B 8110-3 [71] verwendet eben diesen Berechnungsalgorithmus,
vernachlässigt aber die Übergangswiderstände und rechnet
nach Erhalt der Speicherkapazität unter nachfolgenden Annahmen in Speichermassen
um: • Annahme der spezifischen Speicherkapazität mit
0,5 kJ / (kgK) für metallische, mit 1,0 kJ / (kgK) für mineralische
und 1,5 kJ / (kgK) für organische Baustoffe. • Berücksichtigung
von maximal der Hälfte der Bauteildicke (z.B. werden bei 16 cm dicken
Bauteilen nur 8 cm berücksichtigt), maximal 10 cm (z.B. werden bei
30 cm dicken Bauteilen nur 10 cm berücksichtigt) oder maximal bis zur
ersten Dämmstoffschicht (z.B. werden bei einem Fußbodenaufbau
nur der Trockenstrich oder der Betonestrich bis zur Trittschalldämmschicht
berücksichtigt).
• Die so zu berechnende Speicherkapazität d •
• c wird anschließend mit der Referenz-Speicherkapazität
co=1046,7 J / (kg • K) in Speichermassen umgerechnet.
Ein exaktes Verfahren ist der ÖNORM ISO EN 13786 [135] zu entnehmen,
wo auch die Grenzen der vereinfachten Methode aufgezeigt sind. |
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Beispiel 010.4-01: Vereinfachte Berechnung der speicherwirksamen Masse
– Stahlbeton

Beispiel 010.4-02: Vereinfachte Berechnung der speicherwirksamen Masse
– Vollziegel

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Speicherwirksame Masse – Exakte Berechnung
Die exakte Berechnung der thermischen Trägheit von Gebäuden oder
Räumen nach der ÖNORM EN ISO 13786 [134] erfordert erheblichen
mathematischen Aufwand. Grundsätzlich ist bei den folgenden Betrachtungen
von so genannten eingeschwungenen Zuständen auszugehen, die sich hinsichtlich
der Temperatur und des Wärmestromes durch folgende beide Ansätze
zusammenfassen lassen [18]:
Ansatz für die Beschreibung der Temperatur im einge-schwungenen Zustand: |
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Ansatz für die Beschreibung des Wärmeflusses im
eingeschwungenen Zustand: |
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Als Periode dient jedenfalls ein Tag. Abweichungen davon sind
durchaus denkbar, sobald von Nutzungsabständen auszugehen ist. Beispielweise
war es früher üblich die thermische Trägheit von bestimmten
Gebäuden für die Periode von 72 Stunden zu berechnen, um die Periode
eines Wochenendes zu simulieren.
Definition der Kreisfrequenz für die Periode eine Tages: |
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Definition der harmonischen thermischen Leitwände Lmn
im eingeschwungenen Zustand: |
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Definition der Wärmekapazität: |
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Definition des flächenbezogenen thermischen Leitwertes
eines ebenen Bauteiles: |
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Definition der flächenbezogenen Wärmekapazität
eines ebenen Bauteiles: |
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Definition des allgemeinen Dekrementfaktors: |
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Definition der periodischen Eindringtiefe: |
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Definition der Übergangsmatrix: |
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Festlegung des Verhältnisses aus Schichtdicke und Eindringtiefe: |
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Festlegung der Schichtmatrixelemente: |
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Definition der Übergangsmatrix einer Luftschicht: |
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Definition der Übergangsmatrix eines Wärmeüberganges: |
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Berechnung der Bauteilmatrix (Multiplikation sämtlicher
Schichtmatrizen): |
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Berechnung des flächenbezogenen thermischen Leitwertes
(Admittanz) an der Innenseite und der Außenseite: |
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Berechnung des periodischen thermischen Leitwertes (Konduktanz)
an der Innenseite und der Außenseite: |
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Berechnung des Zeitfaktors für den thermischen Leitwert: |
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Berechnung der Wärmkapazitäten an der Innenseite
und der Außenseite: |
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Berechnung des Dekrementfaktors: |
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Berechnung des Zeitfaktors für das Dekrement: |
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Gewinne
Die ÖNORM EN 832 [120] gibt auch Angaben über die Berücksichtigung
von maschinellen Lüftungssystemen mit und ohne Wärmerückgewinnung
bzw. von intermittierender Heizung. Diesen Verlusten wird der Gesamtwärmegewinn
Qg gegenübergestellt, und zwar als Summe der internen Wärmegewinne
Qi und der solaren Wärmegewinne Qs. |
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Gemäß ÖNORM B 8110-1 [63] können für
interne Gewinne auf Grund von Personenwärme 90 W/Person angenommen
werden. Für interne Gewinne auf Grund sonstiger Wärmequellen sind
in Wohngebäuden 3 W/m² Bruttogeschoßfläche bzw. in
Bürogebäuden 5 W/m² Bruttogeschoßfläche ansetzbar.
Selbstverständlich können abweichen dazu höhere Gewinne bei
entsprechendem Nachweis in Rechnung gestellt werden, allerdings sollte der
jährliche Betrag 15 kWh/m² nur mit entsprechender Begründung
überschreiten.
Zur Ermittlung der solaren Wärmegewinne sind in Abhängigkeit der
Orientierung, der Fläche, der Verschattung, des Rahmenanteiles, allfälliger
Sonnenschutzeinrichtungen und des Gesamtenergiedurchlassgrades alle transparenten
Teile der Gebäudehülle in Rechnung zu stellen. Dazu ist die Gesamtenergie
der Globalstrahlung in Abhängigkeit von deren Orientierung mit der
so ermittelten wirksamen Kollektorfläche zu multiplizieren und über
alle transparenten Flächen zu summieren. Wirkungsgrad
Wie bei allen wärmetechnischen Prozessen können auch hier die
Gewinne nicht in vollem Umfang in Rechnung gestellt werden, sondern nur
unter Berücksichtigung eines Wirkungsgrades . |
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Tabelle: 010.2-08: a0 und ?0 |
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Darin beschreibt die Zeitkonstante
=C/L die thermische Trägheit des Gebäudes, wobei C die wirksame
Speicherfähigkeit der betrachteten Temperaturzone (des Gebäudes)
und L deren (dessen) Gesamt-Leitwert ist. Die Berechnung der Speicherfähigkeit
der einzelnen Bauteile erfolgt gemäß ÖNORM EN ISO 13786
[134]. Die thermische Trägheit ergibt sich als Summe aller Produkte
aus den errechneten Speicherfähigkeiten der Bauteile multipliziert
mit ihren wirksamen Flächen. Werden Programme zur Ermittlung von speicherwirksamen
Massen zur Berechnung der Speicherkapazität herangezogen, sind jeweils
als die äußerste und innerste Schicht die Wärmeübergangswiderstände
einzugeben. Über die Normspeicherkapazität c0=1046,7
J / (kgK) lässt sich aus der errechneten speicherwirksamen Masse in
kg/m² leicht die Speicherfähigkeit in J/m²K errechnen. Für
die Werte a0 und 0
sind je nach Berechnungsverfahren gemäß ÖNORMEN EN 832 folgende
Werde zu verwenden: |
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Tabelle: 010.2-08: a0 und 0
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In der ÖNORM EN 832 [120] wird für eine Reihe von
Spezialfällen eine Berechnungsanleitung gegeben, wobei insbesondere
der Anhang A einen Weg aufzeigt, wie die Berechnungsmethoden auf Bestandsobjekte
anwendbar sind. Dabei wird auch der Versuch unternommen, den sehr fragwürdigen
Zusammenhang zwischen Energiebedarf und Energieverbrauch zu beleuchten.
Mit allen diesen Ergebnissen ist es nun möglich, den Heizwärmebedarf
Qh zu berechnen. |
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Verfahren
Grundsätzlich gib es zwei Arten der Bilanzierung: •
Heizperiodenbilanzverfahren • Monatsbilanzverfahren
Liegt für das Heizperiodenbilanzverfahren von vorne herein die Anzahl
der Heizgradtage fest, so gibt es beim Monatsbilanzverfahren die Möglichkeit,
die tatsächliche Heizperiode insofern zu verkürzen, als bei besserer
wärmeschutztechnischer Ausstattung des Gebäudes entsprechend später
der Beginn bzw. entsprechend früher das Ende der Heizperiode eintritt.
Daher ist für die Zukunft dem Monatsbilanzverfahren klar Vorrang einzuräumen.
Anforderungen
Die derzeit teilweise noch gültigen Anforderungen der Bundesländer,
die sich auf U-Werte der einzelnen Bauteilkategorien beziehen, werden in
Kürze, wie bereits aus Wohnbauförderung bekannt, einem Anforderungsszenario
aus den Energiekennzahlen weichen. |
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Energieeffizienz und Wärmedämmung |
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Sicherheit |
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Bauen mit Holzspan-Mantelsteinen und –Dämmplatten
= Sicherheit bei Erdbeben
Wie sicher sind unsere Gebäude ?
Das Erdbeben in den frühen Morgenstunden des 11. Juli 2000 rückte
diese Frage schlagartig in den Mittelpunkt, obwohl die Intensität
von Erdbeben in Österreich im allgemeinen gering ist. Dennoch waren
bereits die Erdbeben in den Jahren 1972 im Raum SEEBENSTEIN, vor allem
aber das katastrophale Erdbeben am 6. Mai 1976 in FRIAUL (Italien) aufgrund
der auch in Österreich zu verzeichnenden Auswirkungen der Anlaß,
sich in Österreich intensiver mit den Themen „Erdbeben“
und „Erdbebensicheres Bauen“ auseinanderzusetzen.
Das Erdbeben in unserem südlichem Nachbarland Italien zeigte nämlich,
daß in erster Linie Gebäude in vermauerten (vermörtelten)
Bauweisen aus Ziegeln zerstört oder beschädigt wurden, während
hingegen Gebäude in Mantelbeton-Bauweise oder Skelettbauten mit steifen
Ausfachungen selbst im Zentrum des Erdbebengebietes nur leichte Schäden
aufwiesen.
Dies war für den Arbeitskreis „Naturbaustoffe - Holz-Mantelbeton“
der Anlaß, die Erdbebensicherheit von Gebäuden genauer zu untersuchen.
Von der Technischen Universität GRAZ und dem Kärntner Erdbebenexperten
und Zivilingenieur für Bauwesen Dipl.-Ing. Peter SCHALLASCHEK wurde
ein Versuchsprogramm entwickelt, bei dem geschoßhohe, 2,50 m breite
Wandscheiben jenen Belastungen ausgesetzt wurden, die in einem Gebäude
im Erdbebenfall an einer zwischen Öffnungen liegenden Wandscheibe
auftreten. Dies sind vor allem horizontale Belastungen, wobei die Schubfestigkeit
des Mauerwerks auf die Probe gestellt

In einem sogenannten Schubrahmen wurden die Prüfkörper unter
vertikaler Last (Druck) und variabler, horizontaler Schubkraft mit auf
und abschwellender Intensität bis zum Bruch belastet.
Die Mantelstein-Mauerwerksprüfkörper zeigten hinsichtlich
ihres Tragverhaltens klassische Scheibenwirkung und zeichneten sich durch
besondere Zähigkeit (Duktilität), bzw. eine starke interne Dämpfung
aus, die Aufschaukelungen entgegenwirkt und einen Teil der Erdbeben-energie
schluckt; dies ist darauf zurückzuführen, daß
der Füllbeton in den Holzspan-Mantelsteinen und –Dämmplatten
ein vielfach ausgesteiftes, geschlossenes Gittersystem, bzw. eine kompakte
Scheibe bildet..
| Wand-Längsschnitt |
Wand-Querschnitt |
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| Wand-Waagschnitt |
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Abb. 3 : Struktur von Mantelsteinwänden
Bei den mit Netzarmierung armierten Prüfkörpern wurde eine
beachtliche Steigerung der Duktilität um 50% erzielt, wodurch
diese nicht bis zu einem sichtbaren Bruch belastet werden konnten
Ziegel-Mauerwerksprüfkörper zeigten hinsichtlich ihres Tragverhaltens
nur geringe Scheibenwirkung.
Die tragischen Erdbebenereignisse in der Türkei und in Griechenland
im Jahre 1999 waren für den Arbeitskreis „Naturbaustoffe
– Holz-Mantelbeton“ neuerlich Anlaß, an Hand der
aufgetretenen Zerstörungen und Schäden die im Jahre 1992 durchgeführte
Forschungsarbeit über „Erdbebensicherheit von Mauerwerk“
zu überprüfen und gegebenenfalls neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Deshalb haben Dipl.-Ing. SCHALLASCHEK und Dipl.-Ing. RADHUBER im Auftrag
des Arbeitskreises „Naturbaustoffe – Holz-Mantelbeton“
und des VÖB-Verbandes österr. Beton- u. Fertigteilwerke das
osteuropäische Erdbebengebiet bereist und dabei folgendes festgestellt
:
Massive Zerstörungen und Schäden traten vor allem bei
vermörtelten Mauerwerksbauten und Skelettbauten mit „weichen“
Ausfachungen auf.
Mantelbetonbauten und Skelettbauten mit ausreichend dimensionierten und
armierten Scheiben wiesen nahezu keine Schäden auf.
Damit wurden die Ergebnisse der Forschungsarbeit „Erdbebensicherheit
von Mauerwerk“ (1992) überzeugend bestätigt.
Die Erkenntnisse aus der Forschungsarbeit wurden auch bei der Neufassung
der ÖNORM B 4015-1 – „Belastungsannahmen im Bauwesen
– Erdbebeneinwirkungen“ berücksichtigt, die 1997 auf
Basis der Europäischen Norm ENV 1998 – „EUROCODE 8 –
Maßnahmen und Bemessungsregeln zur Ermittlung der Erdbebenbeanspruchbarkeit
von Tragwerken“ grundlegend überarbeitet wurde.
Diese ÖNORM hat folgende Zielvorstellungen :
| 1. |
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Bauwerke müssen schwache Erdbeben ohne Schäden
überstehen |
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| 2. |
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An Bauwerken dürfen nur solche Schäden entstehen,
welche die Gebrauchstauglichkeit nicht wesentlich beeinträchtigen. |
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| 3. |
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Um auch einen begrenzten Schutz vor größeren
Erdbebeneinwirkungen zu bieten, ist ein duktiles
Verhalten des Bauwerks erforderlich. Je
mehr plastische Verformungsreserven vorhanden sind, desto
geringer ist die Gefahr eines totalen Bauwerkseinsturzes. |
Die Berechnungen basieren dabei auf einer Erdbebenbelastung, die mit 90
% Wahrscheinlichkeit innerhalb von 50 Jahren nicht überschritten
wird. Aufgrund der Erdbebenforschung in den letzten Jahrzehnten ergeben
sich in der neuen ÖNORM für zahlreiche Gebiete, wie
z.B. in Wien, deutlich höhere Werte der Seismischen Belastung als
bisher angenommen.
Auch unter Beachtung dieser wesentlich verschärften Anforderungen
sind in erster Linie Wände aus Holzspan-Mantelsteinen und
-Dämmplatten, sowie Skelettbauten mit ausreichend dimensionierten
und armierten Scheiben für die Ausführung von erdbebensicheren
Gebäuden bestens geeignet.
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top |
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Wertehaltung |
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Flexibilität, Umbaufähigkeit |
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Recycling |
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Environmental Product Declaration
(Lebenszyklus) |
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