Bauproduktekennzeichnung
in Europa und Österreich
im geregelten und ungeregelten Bereich.
 


Österreichische Technische Zulassungen (ÖTZ)

Liegen für ein Bauprodukt, das wesentliche Anforderungen zu erfüllen hat, keine europäischen technischen
Spezifikationen vor, so kann eine Österreichische Technische Zulassung (ÖTZ) beantragt werden. Als
Grundlage dient die von den österreichischen Bundesländern am 08.10.1992 abgeschlossene "Vereinbarung
gemäß Artikel 15a B-VG über die Zusammenarbeit im Bauwesen" und deren Umsetzung in den jeweiligen
Landesgesetzen. Zulassungsstellen im Rahmen ihres Wirkungsbereiches sind die Ämter der
Landesregierungen.

Derzeit werden Österreichische Technische Zulassungen nach Maßgabe der landesgesetzlichen
Regelungen von den Bundesländern Salzburg und Steiermark erteilt. Für bestimmte Bauprodukte ist in
Salzburg (Bauprodukte-Zulassungsverordnung, LGBl. Nr. 41/1997) eine ÖTZ verbindlich vorgeschrieben.


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Baustoffliste ÖE
Baustoffliste ÖA
Österreichische Technische
Zulassungen (ÖTZ)
Produktzertifizierungen durch
das ON - Österreichisches
Normungsinstitut
  Zugang zu Normen
 


Inhalt und Geltungsbereich von Österreichischen Technischen Zulassungen

Die Österreichische Technische Zulassung besteht aus zwei Teilen, wobei der

erste Teil (= Brauchbarkeitsnachweis) die technische Produktbeschreibung inklusive der
  Leistungsmerkmale und der Prüfbestimmungen enthält und der

zweite Teil die Verwendungsbestimmungen für jenes Bundesland festlegt, in dem die Zulassung beantragt
  wurde.

Für den ersten Teil ist von der Zulassungsstelle eine Stellungnahme des Österreichischen Institutes für
Bautechnik (OIB) einzuholen. Diese erfolgt nach Befassung des im OIB eingerichteten
Sachverständigen beirates für Fragen der Österreichischen Technischen Zulassung (SVBÖTZ) entweder in
Form einer Richtlinie oder als Einzelstellungnahme.

Die Österreichische Technische Zulassung gilt in dem Bundesland, in welchem sie erteilt wurde. Der erste
Teil der ÖTZ wird jedoch von den Bundesländern wie folgt gegenseitig anerkannt:

Wird in einem anderen Bundesland ein Antrag auf Erteilung einer Österreichischen Technischen Zulassung
für denselben Gegenstand gestellt, so wird bei der Erteilung einer solchen der erste Teil der bestehenden
ÖTZ nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften anerkannt und durch den zweiten Teil mit
den Verwendungsbestimmungen des betreffenden Bundeslandes ergänzt. Dabei sind im Regelfall keine
weiteren Nachweise zu erbringen.


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Antrag auf Erteilung einer Österreichischen Technischen Zulassung

Der Antrag auf Erteilung einer Österreichischen Technischen Zulassung ist an eine Zulassungsstelle zu
richten und eine Produktbeschreibung, Prüfberichte, Schemazeichnungen sowie Angaben über den
Verwendungszweck beizufügen.

Die Zulassungsstelle prüft den Antrag und informiert Sie über die weiteren Verfahrensschritte.


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Verzeichnis der Österreichischen Technischen Zulassungen

Gemäß Art. 19 Abs. 10 der Vereinbarung gemäß Art. 15 a B-VG über die Zusammenarbeit im Bauwesen
veröffentlicht das OIB-Österreichische Institut für Bautechnik jährlich ein Gesamt-verzeichnis aller zum
Stichtag 1.1. des jeweiligen Jahres von den Ämtern der Landesregierungen erteilten Österreichischen
Technischen Zulassungen (ÖTZ) sowie periodisch in den Mitteilungen des

OIB – Österreichisches Institut für Bautechnik, „OIB-aktuell“,

die in dem jeweiligen Quartal ausge-stellten bzw. abgelaufenen oder zurückgezogenen Zulassungen. Das
Gesamtverzeichnis ist auch auf der Homepage des

OIB - Österreichische Institut für Bautechnik


unter www.oib.or.at » Veröffentlichungen » Verzeichnis der Österreichischen Technischen Zulassungen » Datenbanken einseh- und abrufbar.

 
     
 
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