Rauch-
und Abgasfänge (Kamine)
Allgemeines
Gemäß ÖNORM B 8200. werden
Rauch- und Abgasfänge als Fänge
bezeichnet. Im umgangssprachlichen Gebrauch sind
jedoch noch die Begriffe „Kamin“
und „Schornstein“ üblich.
Fast 60% der im Haushalt eingesetzten Energie wird
für die Erzeugung der Raumwärme benötigt
und belastet den Betreiber finanziell in erheblichem
Ausmaß. Es ist daher verständlich, dass
die Energiekosten so weit wie möglich gesenkt
werden müssen. Neben der optimalen Wärmedämmung
ist eine moderne Heizung hiefür notwendig.
Dadurch werden aber auch neue Anforderungen an den
Rauchfang gestellt, da nur eine geringe Abgastemperatur
den Wirkungsgrad einer Heizung wesentlich
verbessert.
Feuchtigkeitsunempfindliche und säurebeständige
Systeme sind:
• Rauchfangsysteme mit integrierter Dämmung
(z.B. Universalkamin)
Feuchteempfindliche Systeme sind:
• Einschalige Rauchfangsysteme aus Leichtbeton
• Mehrschalige Rauchfangsysteme mit Leichtbeton-Innenrohr
Die Erfüllung aller Anforderungen wird durch
Prüfungen von akkreditierten Prüfanstalten
in Österreich bestätigt und durch erteilte
ÜA-Zeichen dokumentiert. Der Käufer eines
Rauchfanges sollte daher darauf achten, dass beim
Kauf auf den Produkten oder Begleitpapieren das
ÜA-Zeichen enthalten ist.
Billige Produkte aus Nachbarländern erfüllen
oft die hohen österreichischen Anforderungen
nicht, auch wenn es sich um bekannte Marken handelt,
weil die Behörden in diesen Ländern geringere
Auflagen vorschreiben. Im Falle eines Brandes verliert
man aber möglicherweise den Versicherungsschutz.
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